Treffpunkt Natur

Ferienspiele

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Fette Beute auf der Streuobstwiese

Am 27.07.2017 um Punkt zehn Uhr ging es los: Leonie, Ole und Moritz machten sich mit mir vom Kubikus-Gebäude auf den Weg zur Streuobstwiese im Bad Essener Landschaftspark.

Die drei Kinder hatten einen klaren Auftrag: Sie wollten herausfinden, welche Pflanzen und Tiere auf der Wiese zuhause sind. Zunächst stellten sie fest, dass eine Streu-obst-wiese eine Wiese ist, auf der verstreut viele verschiedene Obstbäume wachsen. Da an den Bäumen teilweise Früchte hingen, wurde gleich mal ein Apfel probiert. Obwohl noch nicht ganz reif, schmeckte er doch nicht so sauer wie erwartet, also eigentlich ziemlich gut. Der "Mundraub" ist laut Hinweisschild ausdrücklich erwünscht, schließlich geht es in der Cittaslow-Gemeinde auch um den Genuss.

Bei der anschließenden "Heuschrecken-Hochzeit" fanden die Kinder heraus, wie es der Heuschrecken-Frau gelingt, ihren grünen Partner im langen, grünen Gras zu finden: Ole und Moritz spielten die Heuschrecken-Männchen. Sie bekamen je einen Kamm und strichen fortlaufend mit den Fingern über die Zinken, so dass eine Art Zirpen erklang. Die beiden Mädels in der Gruppe hatten Augenbinden auf und mussten mit den Ohren den Standort der Heuschrecken-Männer orten und langsam in die Richtung der Geräuschquelle gehen. Über den Gesang fanden dann beide Heuschrecken-Weibchen einen Partner.

Danach wurden die Wiesenpflanzen unter die Lupe genommen. Hier war die Aufgabe, zu jeder Farbe des Regenbogens eine farblich entsprechende Pflanze zu finden. Auch dies gelang, da Moritz glücklicherweise am Rand der Wiese einen Schneeball-Strauch fand, der mit roten und bläulichen Beeren geschmückt war - Farben, die man auf Wiesen nicht so häufig findet.

Richtig spannend wurde es bei der Pirsch auf die tierischen Bewohner der Wiese. Nachdem sich die Augen der Kinder an den Wiesendschungel gewöhnt hatten, entdeckten sie unglaublich viele Tiere:

Honigbienen, Ameisen, eine Nacktschnecke, eine Hummel und eine kleine grüne Wanze zählten zu den ersten Sichtungen, die auf einem Blatt schriftlich festgehalten wurden. Dazu gesellten sich ein Rotgelber Weichkäfer, eine Wolfspinnen-Mutter mit Eikokon, ein Rotrand-Spanner, der zu den Nachtfaltern zählt und rot gesäumte Flügelränder hat, ein Tagpfauenauge sowie diverse Weißlinge. Besonders "fette Beute" waren dann noch die beiden großen Heuschrecken, die vorsichtig in Becherlupen gesetzt und ausgiebig betrachtet wurden.

Auf dem Rückweg zu Kubikus machte die Gruppe noch einen Abstecher in das Hecken-Labyrinth, in dem man herrlich Verstecken und Erschrecken spielen kann. Leider verging die Zeit wie im Flug der Ausflug zur Streuobstwiese hätte gerne noch etwas länger dauern können.

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