Aktuelles

Terminänderung: Das Waldbaden am 17. Mai im Siekertal (Bad Oeynhausen) wird auf den 14. Juni verschoben! Für das Waldbaden am 7. Juni in Lübbecke kann man sich jetzt noch bei der VHS anmelden.


25. Mai: Die Monate Mai und Juni sind die Haupterntezeit für Erdbeeren. Die Gartenerdbeere stammt von zwei amerikanischen Arten ab, nicht wie oft behauptet von der heimischen Walderdbeere. Die Samen der Erdbeere sitzen als winzige gelb-grüne Nüsschen außen auf der roten „Schale“. Damit ist die Erdbeere botanisch gesehen eine Sammelnussfrucht. Das muss man nicht wissen, um die Früchtchen genießen zu können. In einem Erdbeer-Projekt habe ich mit Kindern mal eine Erdbeerbowle hergestellt. Hier kommt das Rezept für die Schlammbowle:

Man braucht (für 4 Personen) 250 g Erdbeeren, ¼ Liter Apfelsaft, 5 Eßl. Zucker, Saft einer ½ Zitrone, 1 Liter Mineralwasser (prickelnd) und ½ Liter Vanilleeis. Die Früchte klein schneiden, in eine Schüssel geben, den Zucker und Zitronensaft dazugeben, mit dem Apfelsaft aufgießen und über Nacht im Kühlschrank gut abgedeckt stehen lassen. Am nächsten Tag die vorbereitete, angesetzte Bowle in einen großen Krug gießen. Danach das Vanilleeis mit einem Löffel dazugegeben, und anschließend das Ganze mit dem Mineralwasser auffüllen. Jetzt nur noch so lange umrühren, bis das Eis zergangen ist und die Bowle schön schlammig aussieht. Prost!


24. Mai: Das Beobachten und Deuten von Wetter- und Naturphänomenen hatte früher für die Bauern eine große, sogar existenzielle Bedeutung. Erhalten geblieben sind die Bauernregeln, die wir heute oft belächeln. Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch, dass vor allem viele Langfristprognosen eine Eintreffwahrscheinlichkeit von immerhin 65 % und höher haben. Diese Info stammt aus dem Buch von Bernhard Michels „Abendrot Schönwetterbot` – Wetterzeichen richtig deuten“ (blv-Verlag 2003). Der Autor weist außerdem darauf hin, dass die meist in Reimen gehaltenen Sprüche teilweise nur für bestimmte Regionen gelten. Und auch die Kalenderreform von Papst Gregor XIII (1582) sowie die „Kleine Eiszeit“ (um 1650) tragen dazu bei, dass manche alte Regel heute großzügiger ausgelegt werden muss.

Morgen (25. Mai) ist ein wichtiger Lostag für das Wetter der kommenden Tage: „Wie sich`s an St. Urban verhält, so ist`s noch 20 Tage bestellt.“ Eine gute Gelegenheit, um so eine Regel mal zu überprüfen. Und für den Sommer gilt generell: “Wenn die Schwalben niedrig fliegen, werden wir bald Regen kriegen. Fliegen alle Schwalben hoch, wird das Wetter schöner noch!”


23. Mai: Gräser haben unauffällige Blüten und sind unscheinbarer als andere Kräuter. Auf den ersten Blick sehen alle gleich aus. Bei näherem Hinsehen entdeckt man jedoch die Vielfalt der Formen und erkennt, dass die häufigsten Pflanzen unserer Flora kunstvolle Bauwerke der Natur sind.

Kein vom Menschen erbauter Turm kommt ihnen gleich an Standfestigkeit, Biegsamkeit und Höhe (in Bezug auf den Durchmesser). Gräser können über einen Meter hoch werden und sind an der Basis nur wenige Millimeter dick. Sie besitzen parallel verlaufende Wasser- und Nährstoffleitungsbahnen, die verholzt sind und in der Pflanze ganz außen angeordnet sind. Innen sind die Halme hohl. Dies macht sie viel biegsamer und bruchfester als eine kompakte Säule. Zwischen den hohlen Abschnitten sind sogenannte Knoten dazwischengeschaltet. Hier befindet sich Zellmaterial, welches schnell wachsen kann. Dadurch können sich Gräser wieder aufrichten, wenn sie durch Wind und Wetter umgeknickt werden. Durch die hohle Konstruktion spart die Pflanze zudem Baumaterial und kann, insbesondere bei feuchtwarmer Witterung, schnell wachsen (1 mm / Std.).

Gräser überleben an extremen Standorten von dauernaß bis staubtrocken, von sehr heiß bis arktisch kalt. Sie bilden eine wichtige Ernährungsgrundlage für viele Nutz- und Wildtiere und auch für uns Menschen, denn alle Getreidearten sind Gräser.


22. Mai: Gestern waren nicht nur Vatertagsausflügler unterwegs, sondern auch die Spannerraupen. Im Hollwinkeler Holz – bekannt ist der Ruhewald Hollwinkel, der einen kleinen Teil des Waldes einnimmt – wachsen vor allem Laubgehölze. Sowohl an den Buchenstämmen als auch an den Eichen waren viele Spannerraupen zu sehen. Aufgefallen sind mir auch Raupen-Gespinste an Pfaffenhütchen und „Blatt-Tüten“ (s. 9. Mai). Fast übersehen hätte ich die Veränderliche Krabbenspinne. Diese Bezeichnung trägt sie aufgrund ihrer Fähigkeit sich farblich dem jeweiligen Untergrund anzupassen. Von weiß über gelb bis grün sind alle Tarnfarben möglich.

Rötlich gefärbte Käfer sind dagegen kaum zu übersehen: Der Gemeine Weichkäfer wird auch Soldatenkäfer genannt. Diesen Namen erhielt die Art, weil ihre Tracht in Schwarz und Rot an frühere Uniformen erinnert. Der Scharlachrote Feuerkäfer ernährt sich von süßen Säften, also von Blütennektar, Baumsäften und Honigtau. Die Larve entwickelt sich unter der Rinde alter, bereits abgestorbener Laubbäume oder im Klafterholz und jagt dort nach Insekten. Die Vielblütige Weißwurz und das Zweiblättrige Schattenblümchen sind beide ausgesprochene Waldarten und giftig. Die erste Pflanze steht im Ruf die sagenhafte „Springwurz“ zu sein, mit deren Hilfe man verborgene Schätze finden und unbeschadet heben kann. Die zweite duftet wunderbar und trägt zwei herzförmige Blätter.


21. Mai: Meine Kartoffel-Kultur im Maurerkübel gedeiht. Ich habe vier verschiedene Sorten gesetzt; weltweit gibt ca. 5.500. Die Kartoffel kam mit spanischen und italienischen Seefahrern zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus Südamerika (Peru) nach Europa. Sie wurde als exotische Zierpflanze in Parks und Gärten von Adeligen und Reichen angepflanzt. Knapp 100 Jahre dauerte es bis man das Potential der Kartoffel als Nahrungspflanze erkannte. Zunächst aß man aus Unkenntnis die oberirdischen grünen Früchte und zog sich tödlich endende Vergiftungen zu. Auf die Idee, die unterirdische Knolle zu verspeisen kam man erst nach und nach. König Friedrich dem II. ist es zu verdanken, dass das Misstrauen gegen die Kartoffel letztlich schwand: Er ließ die Kartoffelfelder von Soldaten bewachen und wies damit auf die Kostbarkeit der Knolle hin. Dies überzeugte die Bauern, die nachts Kartoffeln von den Feldern stibitzten und so herausfanden, dass Erdäpfel lecker schmecken und dazu sehr nahrhaft sind. Kartoffeln gehören inzwischen zu den Grundnahrungsmitteln. Sie enthalten alle lebenswichtigen Stoffe, die uns gesund halten: Stärke, Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.


20. Mai: Nicht jeder mag Insekten. Fakt ist aber, dass die Vielfalt bei den tierischen Lebensformen durch die Insekten bestimmt wird. Sie dienen einer ganzen Reihe von anderen Tieren als Nahrung und nehmen (neben den Pflanzen) eine ökologische Schlüsselposition ein. Ohne Insekten können sich beispielsweise zahlreiche Vögel nicht ernähren und somit auch nicht überleben. Wer also etwas für die Artenvielfalt tun möchte, sollte sich auf die Insekten konzentrieren, da diese wiederum andere Arten „füttern“. Auf meiner Wiese öffnen sich immer mehr weiße Blütenschirme des Wiesenkerbels, auf denen sich kleine Tierchen tummeln. Beim genauen Hinschauen entdeckt man immer mehr. Allerdings bleiben sie nie still sitzen, wenn man sie fotografieren möchte. 🙂


19. Mai: Bäume und Sträucher bilden das Rückgrat im Garten und haben eine hohe ökologische Bedeutung. Dies gilt in erster Linie für die heimischen Arten, da sie Nahrung und Lebensraum für Insekten und zahlreiche andere Tierarten bieten. Der Faulbaum und das Pfaffenhütchen wachsen bei mir in einer Wildstrauchhecke. Beide Gehölze sind anspruchslos, jedoch optisch wenig spektakulär was die Blüten anbelangt. Sie sind bei beiden Arten unauffällig grünlich gefärbt.

Der Faulbaum blüht allerdings vom Frühling bis zum Herbst, was ihn zu einer guten Bienenweide macht. Das Pfaffenhütchen hat ebenfalls nektarreiche Blüten, die wie ein Insektenmagnet wirken. Als Nahrungspflanze ist der Faulbaum für die Raupen des Zitronenfalters und des Faulbaumbläulings unerlässlich. Auch das Pfaffenhütchen wird in manchen Jahren von den Raupen der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte „heimgesucht“. Die Raupen können einen Strauch komplett kahlfressen und mit einem weißen dichten Gespinst überziehen. Der Strauch treibt danach allerdings wieder aus, wird also nicht nachhaltig durch die Raupeninvasion geschädigt. Im Herbst haben die Sträucher dann ihren großen Auftritt: Die Blattfärbung beim Faulbaum ist leuchtend gelb, beim Pfaffenhütchen gelb bis feuerrot. Auch die Früchte sind sehr hübsch und werden gerne von Vögeln gefressen.


18. Mai: Neulich im Wald bin ich durch das Rufen von Jungvögeln auf eine Buntspechthöhle in einer abgestorbenen Robinie aufmerksam geworden. Da die Ränder des kreisrunden Einfluglochs hell aussehen, gehe ich davon aus, dass es eine „frische“ Bruthöhle ist. Spechte zimmern jedes Jahr eine neue Höhle, die alten werden gerne von Meisen oder Kleibern als Kinderstube genutzt, aber auch von Fledermäusen, Hornissen, Siebenschläfern und anderen Tieren besetzt. Die Eier des Buntspechts sind weiß gefärbt. Das gilt auch für die meisten anderen Höhlenbrüter. Eine Tarnung ist im Dunkel der Höhle nicht notwendig. Für Bodenbrüter, die ihr Nest häufig sehr offen anlegen, ist ein gutes Versteck und ein getarntes Gelege dagegen sehr wichtig. Eine dem Boden angepasste Färbung der Eier wird von Nestfeinden die mit den Augen suchen, z. B. Elstern oder Krähen, schnell mal übersehen. Recht verbreitet unter den Singvögeln ist türkis oder blaugrün als Grundfarbe der Eier. Man findet sie beispielsweise bei Drosseln, die an schattigen Plätzen in Hecken, Gebüschen oder Bäumen brüten.

Wer zufällig ein Gelege mit Eiern entdeckt, sollte seine Neugier im Zaum halten und die Nestumgebung meiden. Zum einen könnten Nesträuber aufmerksam werden, zum anderen bleiben die Vogeleltern bei jeder Störung dem Nest fern, so dass das Gelege (oder Jungvögel) auskühlen könnte.


17. Mai: Randringhausen, nördlich der Stadt Bünde gelegen, ist ein altes Bauernbad. Es gibt hier Jod-Schwefel-Quellen (man riecht sie), die für Bäder genutzt werden. Das Kneipp-Becken ist zur Zeit nicht in Betrieb. Sebastian Kneipp wurde übrigens am 17. Mai 1821 geboren. 🙂 Früher wurde hier außerdem aus den benachbarten Flachmooren Heilmoor für Anwendungen abgebaut. Von den ehemals zwei Kurhäusern ist nur noch eines aktiv. Wer nicht zum Kuren kommt, kann hier schöne Spaziergänge durch Felder, Wiesen und Wälder machen. Entlang des Ostbachs, der sich durch den Kurpark schlängelt, wurden Seen angelegt. Im Moorsee, bei dessen Anlage Torf im Untergrund gefunden wurde, gibt es Karpfen. Diese Information habe ich von zwei Anglern erhalten, die ich bei meinem Rundgang getroffen habe. Beim Erlensee deutet der Name auf die am Ufer stehenden Gehölze hin.


16. Mai: Auf dem Gipfel des Reinebergs finden sich noch wenige Überreste der ehemaligen Burg Reineberg. Die Burganlage wurde 1221 erstmals urkundlich erwähnt. Ursprüglich war sie im bischöflichen Besitz, das änderte sich allerdings mehrfach, u.a. durch Verpfändung. Bis die Burg im Jahre 1723 wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde, wurde sie belagert, gestürmt und mehrfach geplündert. Das ist schwer vorstellbar, da es mit den vielen alten Bäumen jetzt sehr friedlich und stimmungsvoll ist.

In der Nähe befindet sich die Wittekindsquelle, die die Burg mit Trinkwasser versorgte. Heute beherbergt der Quellteich Bergmolche. Folgt man dem Quellbach talwärts kommt man durch einen Bärlauch-Wald und muss eine Furt queren. Manchmal, insbesondere im Frühjahr, muss man sich etwas einfallen lassen, um keine nassen Füße zu bekommen. Am Waldrand kann man noch einen Abstecher in den Steinbruch machen. Leider haben wenig begabte Künstler die Felsen teilweise bekritzelt.


15. Mai: Der Gedenktag für die heilige Sophia von Rom ist der 15. Mai. Sie wird gegen Spätfröste und für das Gedeihen der Feldfrüchte angerufen. Als „Kalte Sophie“ ist sie die letzte in der Reihe der Eisheiligen. „Vor Nachtfrost sicher bis du nicht, bevor Sophie vorüber ist.“

Der erste Eisheilige ist Mamertus oder Mamerz (11. Mai): „Der heilige Mamerz hat aus Eis ein Herz.“ Nummer zwei ist Pankraz oder Pankratius (12. Mai): „Wenn`s an Pankratius gefriert, wird im Garten viel ruiniert.“ Der dritte Eisheilige heißt Servaz oder Servatius (13. Mai): „Servatius` Hund der Ostwind ist, hat schon manch Bäumlein totgeküsst.“ Darauf folgt Bonifaz oder Bonifatius (14. Mai): „Wer seine Schafe schert vor Bonifaz, dem ist Wolle lieber als sein Schaf.“

Laut dieser Bauernregeln wird das Frühlingswetter erst mit Ablauf der „Kalten Sophie“ stabil. Wissenschaftlich nachgewiesen sind zu dieser Jahreszeit Luftdruckveränderungen, die Nordwind und Nachtfröste mit sich bringen. Phänologisch betrachtet ist es bereits Frühsommer. Zeichen dafür sind der Blühbeginn von Holunder, der Wildgräser und des Getreides. Auch hat die erste Heuernte und damit die heftigste Heuschnupfenphase begonnen.


14. Mai: Wer nun unter einem Kastanienbaum steht und sich die Blütenkerzen genauer anschaut, der mag sich wundern über das unterschiedlich gefärbte Blüteninnere.

Die blumenförmigen Blüten von Bäumen, Sträuchern und Kräutern bieten vielen Insekten ein gigantisches Nahrungsangebot. Der Nutzen für die Pflanze ist gleichermaßen groß, denn durch die Bestäubung kann sie Samen bilden und sich vermehren. Diese wechselseitige Abhängigkeit hat sich über Jahrmillionen zu einem perfekten Zusammenspiel entwickelt. Blütenfarbe und -zeichnung sind dabei wichtige Signale für die Blütenbesucher. Das Saftmal zeigt dem Insekt, wo genau es Nektar und Pollen findet. Es liegt im Zentrum der Blüte und hebt sich meist farblich von den umgebenden Blütenblättern ab. Bei vielen Blüten, wie beispielsweise bei der Rosskastanie, sind diese Farbmale veränderlich und eindeutige Zeichen für Insekten: Gelbe Saftmale weisen auf Blüten mit viel Nektar hin. Rote Saftmale sind ein Zeichen dafür, dass die Blüte bereits bestäubt wurde und dort praktisch kein Nektar mehr zu holen ist. Bienen und Hummeln lernen das schnell und sparen sich so vergebliche Besuche und ihre (Lebens-)Energie. Für die Pflanze erhöht sich die Chance, dass die Bestäuber andere, noch unbefruchtete Blüten anfliegen.

Bei manchen Pflanzen färben sich die Blüten nach der Befruchtung komplett um, wie z. B. beim Lungenkraut oder Vergissmeinnicht. Gesteuert wird der Farbwechsel durch den pH-Wert in der Blüte.


13. Mai: Gestern habe ich einen kurzen Abstecher in das Naturschutzgebiet „Finkenburg“ gemacht. Es liegt im Bereich der ehemaligen Tongrube der Ziegelei Lübbecke. Das Gebiet ist klein, aber sehr fein, mit naturnahen Teichen, Gebüschen, Wäldchen und Wiesen. Es war ziemlich frisch, aber der Spaziergang hat meine Laune eindeutig verbessert. Und zu beschauen gab es natürlich auch Vieles: Die Blüten der Roten Lichtnelke werden gerne von Schmetterlingen und langrüsseligen Hummeln besucht. Das Hirtentäschelkraut hat seinen Namen wegen der Ähnlichkeit der Früchte mit den Umhängetaschen mittelalterlicher Hirten. Es wurde früher oft gebraucht, um Entzündungen zu heilen und Blutungen zu stillen. Die Raupe des Großen Frostspanners zählt zu den Schädlingen, die vorzugsweise an Eichen und Obstbäumen zu finden sind. „Meine“ saß auf einem Blatt der Wildkirsche. Treten die Tiere in Massen auf, können sie ganze Bäume kahlfressen. Die Pimpernuss ist ein selten vorkommender und deshalb wenig bekannter, heimischer Strauch. Im Frühjahr und Sommer ist die Pflanze eher unauffällig. Besondere Hingucker bzw. „Hinhörer“ sind dagegen die Blasenfrüchte: Die pergamentartigen Kapselfrüchte enthalten (essbare) Samen, die bei Wind ein klapperndes Geräusch verursachen.


12. Mai: Eine neue Studie zum Insektensterben* bestätigt, dass insbesondere der Bestand landlebender Insekten rückläufig ist. Dahingegen zeigt sich eine Erholung bei Süßwasserinsekten, wie z. B. Libellen und Köcherfliegen. Vermutet wird, dass dies auf Schutzmaßnahmen an Gewässern zurückzuführen ist.

Die Forscher haben Langzeitstudien aus aller Welt zusammengetragen und analysiert: Im globalen Durchschnitt gingen landlebende Insekten wie Schmetterlinge, Heuschrecken oder Ameisen um 0,92 % pro Jahr zurück. Dies entspricht einem Rückgang von 24 % über 30 Jahre und sogar einer Halbierung über 75 Jahre. Insekten, die in Bodennähe leben und fliegende Insekten, die früher verhäuft an Windschutzscheiben und Kühlergrills klebten, kommen heute seltener vor. Nur die Zahl der Insekten, die in Bäumen leben, blieb im Schnitt unverändert. Die Insekten-Rückgänge waren in Teilen der USA sowie in Europa, insbesondere in Deutschland, am stärksten. Als Ursachen für den Rückgang der biologischen Vielfalt wird die veränderte Landnutzung sowie die Zerstörung natürlicher Lebensräume angegeben. Ganz ohne Hoffnung ist das Forscherteam jedoch nicht, weil – wie an den Süßwasserinsekten zu sehen ist – Insektenpopulationen sich durch Schutzmaßnahmen wieder erholen können.

*Roel van Klink, Diana E. Bowler, Konstantin B. Gongalsky, Ann B. Swengel, Alessandro Gentile and Jonathan M. Chase (2020): Meta-analysis reveals declines in terrestrial but increases in freshwater insect abundances. Science, 368(6489)


11. Mai: Die Natur bietet gerade Vieles, über das sich zu schreiben lohnt. Leider würde das hier den Rahmen sprengen; ich muss mich also beschränken und picke das heraus, was mich besonders fasziniert. Das Schöllkraut beispielsweise hat schön geformte Blätter, die ins blaugrün gehen. Die Pflanze ist leicht an dem (giftigen) orangefarbenen Milchsaft zu erkennen, der an den Bruchstellen austritt. Angeblich dient er als Mittel gegen Warzen. Für die Alchemisten war die Pflanze ein „Geschenk des Himmels“: Sie vermuteten in dem Pflanzensaft den Stein des Weisen mit dessen Hilfe es ihnen möglich wäre, Gold herzustellen. Die Samen der Pflanze tragen einen nahrhaften Ölkörper, die gerne von Ameisen „verschleppt“ werden.

Ziemlich häufig kommen bei mir auch diese beiden schwarz-roten Tierchen vor: Die Blutzikade ist die größte heimische Schaumzikade. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Pflanzensäften, die sie mit ihrem Rüssel aus Gräsern und Sträuchern ziehen. Die Larven leben unterirdisch an Wurzeln, eingepackt in Schaumnester, die auch „Kuckucksspeichel“ genannt werden. Die Streifenwanze, die unterseits gepunktet ist, saugt auf Wiesen vor allem an Doldengewächsen. Die Weibchen legen die Eier in kleinen Paketen auf der Blattoberfläche ab. Die geschlüpften Larven werden von der Mutter noch eine Weile bewacht, bevor sie eigene Wege gehen.


10. Mai: Gundermann ist eine alte germanische Heilpflanze. In der Volksmedizin wurde ein Tee aus frischem oder getrockneten Kraut bei Husten und Magenverstimmungen getrunken. Äußerlich wurde es zur Wundbehandlung und bei Entzündungen in Mund- und Rachenbereich verwendet. Als „guter Pflanzengeist“ macht sich der Gundermann gerne in der Nähe des Menschen breit. Unter seinen Blättern vermutete man den Aufenthaltsort der mit Haus und Hof verbundenen Geister und Heinzelmännchen. Als Zeichen der Verbundenheit mit der beseelten Natur flocht man sich an besonderen Festtagen Kränze aus Gundermann ins Haar. Das Kraut hat wegen seiner ätherischen Öle ein starkes Aroma. Bis ins 17. Jahrhundert war es deshalb eine der wichtigsten Bierwürzen.

Bei mir wächst der Gundermann unter den Sträuchern. Ich finde ihn nicht nur hübsch, sondern auch nützlich: Als rankender, wintergrüner Bodendecker, fängt er das Herbstlaub ein und führt sie in den Nährstoffkreislauf zurück. Gestern habe ich zudem eine Gundermann-Torte hergestellt. Für den Boden benötigt man 200 g Butterkekse und 100 g Butter, für den Belag 200 g Sahne, 100 ml Milch, 6 Blatt Gelatine (alternativ: Agar Agar – gibt es von der Fa. RUF), 50 g Gundermann (Blätter und Blüten), 200 g Joghurt, 200 g Frischkäse, 6 EL Zitronensaft, 125 g Zucker und das Mark einer Vanilleschote. Zuerst zerkrümelt man die Kekse und vermischt sie mit der geschmolzenen Butter. Die Masse wird in eine runde Springform gefüllt, gleichmäßig verteilt und festgedrückt. Anschließend wird die Sahne steif geschlagen, die Gelatineblätter eingeweicht und ausgedrückt. Dann wird die Gelantine in erwärmter Milch aufgelöst. Die Gundermannblätter werden klein gehackt und mit Joghurt, Frischkäse, Zitronensaft, Zucker, Vanille und der Gelatine-Milch vermengt. Als letztes wird die Sahne untergehoben und alles auf dem Keksboden verteilt. Nun muss die Torte mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, bis sie schnittfest ist. Zum Abschluss dekoriert man die Torte mit den Gundermannblüten. Guten Appetit!


9. Mai: Gestern war ein optimaler Waldbadetag: Aufgrund der Wärme war die Waldluft angefüllt mit Terpenen, die nachweislich das Immunsystem aktivieren und sich insgesamt wohltuend auf uns auswirken. Ich bin von Rödinghausen Richtung Grüner See gegangen. Der See liegt knapp hinter der Landesgrenze zu Niedersachsen auf dem Gebiet der Stadt Melle-Buer. Gespeist wird der See von Grundwasser und einem Bach, der sich über einen kleinen Wasserfall ergießt. Das Seewasser ist an den Rändern so klar, dass ich eine Köcherfliegenlarve entdeckt habe. Die Larven der Fliege leben im Wasser und bauen sich einen Köcher aus Ästchen oder Steinchen, mit dem sie ihren weichen Hinterleib schützen. Vorne (s. Pfeil auf dem Foto) schaut nur der Kopf und die Vorderbeine heraus. Köcherfliegenlarven kommen überwiegend nur in Gewässern mit sehr guter Wasserqualität vor.

Auf eine weitere Kuriosität aus dem Tierreich wäre ich beinahe draufgetreten: Ein Buchenblatt, das zu einem tüten- oder zigarrenartigen Trichter zusammengerollt wurde. Ich vermute, dass es sich dabei um die Brutfürsorge eines Rüsselkäfers handelt, der zu den Blattwicklern zählt, auch Blattroller, Zigarrenwickler oder Tütenroller genannt. Das Käfer-Weibchen rollt ein Blatt zu einem Wickel zusammen und legt ein oder mehrere Eier hinein. Dieser Wickel schützt anfangs das Gelege, danach auch die Larven, die sich vom Gewebe des Blatts ernähren. Fällt der Blattwickel auf den Boden, verkriechen sich die Laven in den Boden, wo sie sich verpuppen. Die Käfer schlüpfen im Herbst und überwintern.

Außerdem bin ich unterwegs wieder auf Borkenkäfer-Fallen gestoßen, diesmal in Form einer Dreibeinkonstruktion mit Netzüberzug, der mit Insektiziden behandelt wird. Also besser nicht berühren! Auf der Oberfläche krabbelten viele kleine Borkenkäfer.


8. Mai: Gerade konnte ich zwei kleine Heckenbraunellen beobachten, die von einem Altvogel gefüttert wurden. 🙂 Die Kinderstuben füllen sich. Nicht so auffällig, aber doch interessant, sind die verschiedenartigen Gallen, die man nun entdecken kann. Gestern ist mir eine Eichenschwamm-Galle aufgefallen. Verursacher ist ein kleines Insekt, die Eichenschwamm-Gallwespe. Bereits im Winter schlüpfen die flügellosen Weibchen aus dem Erdboden und kriechen am Baum hoch, um (unbefruchtete) Eier in den Knospen abzulegen. Die Eiche reagiert auf das Eindringen dieses „Fremd-Erregers“ mit Zellwachstum: Es bildet sich eine große, kartoffelähnliche, aus mehreren Kammern bestehende Galle. Darin entwickeln sich die Larven, ausgestattet mit ausreichend Nahrung und geschützt vor Feinden. Im Sommer schlüpft dann die geflügelte, geschlechtliche Generation. Nachdem die Männchen die Weibchen befruchtet haben, ziehen diese sich wieder in den Erdboden zurück, um dort Eier zu legen. Der Lebenszyklus beginnt von vorne.


7. Mai: Wer nun im Wald spazieren geht, der sieht abgestorbene Bäume, Kahlschläge und Holzpolter. Viele, durch Trockenheit vorgeschädigte bzw. geschwächte Nadelhölzer, sind „leichte Beute“ für den Großen Waldgärtner, den Kupferstecher oder den Buchdrucker. Sie gehören zu den Borkenkäferarten und damit zu den „Forstschädlingen“. Die Larven der Käfer fressen den saftführenden Bast zwischen Borke und Holz und schädigen damit den Baum. Jede Art hinterlässt ein charakteristisches Fraßbild. Treten die Käfer massenhaft auf, können sie ganze Waldflächen, auch gesunde Bäume, zum Absterben bringen. Mit Pheromonfallen (Duftlockstoffe) wird versucht, die Vermehrung und Ausbreitung der Käfer einzudämmen.


6. Mai: Schmetterlinge sind neben den Bienen wichtige Bestäuber und sagen mit ihrem Vorkommen bzw. ihrer Abwesenheit etwas über die Artenvielfalt und den Zustand von Ökosystemen aus. Wer Schmetterlinge fördern möchte, sollte für die richtigen Futterpflanzen sorgen. Auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz (floraweb.de/pflanzenarten/sonderthemen_schmetterlinge.html) findet man eine „Hitliste der Schmetterlingspflanzen“. In meiner Wiese wachsen bereits einige Arten, die Nektar für Falter und/oder Futter für Raupen bieten. Ich arbeitet daran, dass es mehr werden. 🙂 Die Zahl in Klammern gibt Auskunft darüber, wieviele Schmetterlingsarten sich von der Pflanze ernähren.


5. Mai: Mein Bewegungsprogramm hat mich gestern nach Rödinghausen-Schwenningdorf gebracht, ins Naturschutzgebiet „Wehmerhorster Wiesental“. Das Wiesental (Siek) mit Feuchtwiesen grenzt an einen naturnahen Laubwald mit mehreren Quellen. Sie speisen mit ihrem Wasser den Wehmerhorster Bach, der durch das Tal fließt. Im Wald, insbesondere auf Waldschlägen, macht sich nun der Adlerfarn breit. Seine Wedel können bis zu zwei Meter lang werden. Wenn man den Blattstiel unten abschneidet, erkennt man auf dem Querschnitt die Figur eines Doppeladlers (gebildet durch die schwärzlichen Leitbündel). Ich habe das noch nie ausprobiert und kann es somit nicht bestätigen. Das Waldbrettspiel ist eine Schatten liebende Art, die in lichten Wäldern und an Waldrändern vorkommt. Der Falter ist mit seiner braunen Tarnfärbung schwer zu finden, wenn er am Boden auf trockenem Laub sitzt. Oft sucht er aber sonnige Flecken auf, um sich zu wärmen. Dann erkennt man auch die schwarzweißen Augenflecken auf den Flügeln, mit denen er Fressfeinde irritiert und abschreckt.


4. Mai: An dieser Stelle möchte ich dem Löwenzahn mein Lob aussprechen. Wer die Pflanze als „Unkraut“ abtut, hat noch nicht erkannt, was alles in ihr steckt. Der lateinische Name Taraxacum officinale deutet bereits darauf hin, dass es sich um eine Offizinalpflanze, also eine Arzneipflanze handelt: Löwenzahn enthält Bitterstoffe, die Verdauungs- und Gallestörungen lindern. Sein hoher Kaliumgehalt fördert die Harnausscheidung und damit die Entgiftung des Körpers. Therapeutischen Nutzen hat die Pflanze auch bei Hauterkrankungen. Die jungen Blätter sind leicht bitter und geben dem Salat eine aromatische Note.

Auch die Blüten lassen sich verwerten, z. B. für ein Löwenzahn-Gelee: Man braucht dafür 1 Messbecher Blüten (1 l), 0,75 l Apfelsaft, Saft 1 Zitrone, 1 kg Gelierzucker 1:1. Die Blüten mit Wasser bedecken und aufkochen: Etwa eine halbe Minute köcheln lassen, bis etwa die Hälfte des Wassers verdunstet ist. Anschließend auf 0,75 l mit Saft auffüllen, Zitronensaft und Zucker zugeben. Unter Rühren aufkochen und heiß in Gläser füllen und dicht verschließen.

Die Blüte des Löwenzahns ist im Frühjahr eine wichtige Nektarquelle für Bienen und Hummeln. 37 Schmetterlingsarten sind entweder als Raupe oder als erwachsenes Tier auf diese Futterpflanze angewiesen. Auch für Käfer und deren Larven hat der Löwenzahn einen Nahrungswert.

 „Armer gelber Löwenzahn,
wirst als Unkraut abgetan.
Wärst du rar wie Orchideen,
jeder fänd` dich wunderschön.“
(Wiltrud Eberhardt)

3. Mai: Zum Wonnemonat Mai (Monat der Liebe und der Blüte) gehören die Maiglöckchen und die Maikäfer. Maiglöckchen blühen oft schon im April, laut altem Volksglauben ein schlechtes Vorzeichen. Die Pflanze ist eine uralte Arzneipflanze mit herzwirksamen Stoffen. Aufgrund der sehr starken Giftigkeit sollte man sich das Blümchen lieber nur anschauen. Falls man doch ein Muttertagssträußchen mit Maiglöckchen ersteht, sollte man wissen, dass die Gifte wasserlöslich sind und auch in das Blumenwasser der Vasen übergehen. Also bitte Vorsicht in Familien mit kleinen Kindern!

Wenn Bodentemperatur und Witterung stimmen, dann sind im Frühling plötzlich die Maikäfer da. Sie überwintern im Boden und schwärmen wie auf ein geheimes Kommando fast gleichzeitig aus. Die Käfer sammeln sich auf Laubbäumen, wo sie die jungen Blätter fressen. In den sogenannten „Maikäferjahren“ haben die Tiere früher ganze Wälder und Obstplantagen entlaubt. Die Entwicklung der Engerlinge, die sich von Wurzeln ernähren, dauert drei bis vier Jahre. Dementsprechend kann es in diesem Zyklus zu einem Massenauftreten kommen. Inzwischen ist die Art jedoch in vielen Gegenden selten geworden.


2. Mai: Rehe und Eichhörnchen gehören zu den regelmäßig vorbeikommenden Gästen in meinem Garten. Während die Eichhörnchen mir die Ernte von Wal- und Haselnüssen abnehmen, fressen die Rehe fast alles, was frisch grün austreibt oder demnächst blühen möchte. Ich nehme das in Kauf. Zum einen möchte ich keine für Tiere unüberwindlichen Barrieren errichten, zum anderen freue ich mich, wenn ich „wilde“ Tiere aus nächster Nähe beobachten kann. 🙂 Nicht so schön ist es allerdings, wenn der Rehbock die vertrocknete Basthaut von seinem Geweih an meinen Sträuchern abstreift („fegt“). Meist ist damit auch die Rinde weg und die Äste sterben ab.


1. Mai: In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai feierten Kelten und Germanen den Beginn des ersehnten Sommers, der hellen Jahreszeit. Mit einem rauschenden Fest der puren Lebensfreude wurde den Segen spendenden Naturgeistern und Göttern gehuldigt, die durch Wald und Feld streiften. Mit dem Christentum wurden aus den wohlwollenden Geistern Hexen und Dämonen, die in der Walpurgisnacht auf Bergen, z. B. auf dem Brocken (Blocksberg) im Harz, ihr Unwesen trieben.

Ein traditioneller Frühlingsbrauch ist das Aufstellen eines Maibaums. Verwendet wurden/ werden vor allem Birken oder Fichten, die beide als Schutzbäume galten. Beide Arten werden mit dem Beginn neuen Lebens und der Wende von der Dunkelheit zum Licht in Verbindung gebracht. Der Stamm des Maibaums wird von der Rinde befreit, nur die Kronenspitze wird grün belassen. Sie durchstößt einen mit bunten Bändern geschmückten Blumenkranz – ein Symbol für Fruchtbarkeit.


30. April: Christoph Biemann, Moderator der „Sendung mit der Maus“, hat in einem Interview über Naturbildung gesagt: „Natur ist etwas, das schön ist, das spannend ist, bei dem es sich lohnt, genauer hinzugucken, mehr zu erfahren.“ Damit spricht er mir aus der Seele. Je mehr man über einzelne Tier- und Pflanzenarten weiß, desto interessanter werden sie.

Die Raupe des Federfühler-Herbstspanners (Colotois pennaria) ist schwer zu entdecken. Sie sitzt auf ihrer Futterpflanze (Buche, Eiche, andere Laubbäume) und ist gut getarnt, da sie einem Ästchen ähnelt. Spannerraupen bewegen sich durch abwechselndes Zusammenziehen und Strecken ihres Körpers fort. Dabei wird der beinlose Teil des Körpers in einer Schleife nach oben gebogen. – Spanner zählen zu den Nachtfaltern. In der Ruhelage breiten sie ihre Flügel flach nach der Seite aus und „verschmelzen“ aufgrund ihrer Flügelzeichnung mit dem Untergrund.

Das Gehäuse der Weinbergschnecke ist grau bis braun. Ältere Schnecken – sie können bis zu zehn Jahre alt werden – haben oft ein fast weißes Haus, da die Farbe mit der Zeit abblättert. Die Tiere haben zwei Paar Fühler: Das kleine Paar dient ihnen zum Ertasten der Umgebung, das größere trägt die Augen. In sehr trockenen Sommern und im Herbst verschließt die Schnecke ihr Haus mit einem Kalkdeckel. Damit ist sie vor dem Austrocknen geschützt bzw. kann den Winter eingegraben im Boden überstehen. Schnecken sind Zwitter, d.h. jedes Tier ist Männchen und Weibchen zugleich. Dennoch sind es immer zwei Tiere die sich wechselseitig befruchten.


29. April: Am gestrigen Vormittag bin ich auf dem Wald-Abenteuer-Pfad am Jakobsberg in Porta Westfalica gewesen. Geimeinsam mit einer Kollegin habe ich im Auftrag des Vereins Naturschutz und Heimatpflege Porta den Weg mit insgesamt elf Stationen entwickelt. Vom Fernsehturm geht es über den Kammweg bis zur Porta-Kanzel, von wo man einen herrlichen Blick auf die Weser und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal hat. Über den Schwollmannsweg geht es an einem Steinbruch vorbei und zurück zum Ausgangspunkt. Familien und Schulklassen können sich einen Rucksack mit Forschermaterial und eine Begleitbroschüre ausleihen. Momentan ist das Corona-bedingt leider nicht möglich.


28. April: Manchmal ist ein Detail schöner, als der Blick auf das Ganze. Zumindest hatte ich gestern diesen Eindruck, als ich vom Wanderparkplatz Schwarzer Brink am Wiehenturm (in Pr. Oldendorf) in Richtung Hartmannhütte und dann an den Fliegerquellen vorbei ging.


27. April: Wer sich an einem sonnigen Nachmittag draußen aufhält und die Ohren spitzt, hört das Summen und Brummen der Insekten. Man braucht auch gar nicht lange zu warten, um ein Tierchen zu Gesicht zu bekommen. Mir sind gestern diese „Brummer“ und „Krabbler“ begegnet:

Die Märzfliege ist eigentlich eine (Haar-)Mücke. Man sieht die schwarzen, stark behaarten Tierchen zwischen März und Mai überall dort, wo Gras wächst. Im Flug lassen die Männchen für Mücken typisch die Beine hängen. Erwachsene Märzfliegen zählen zu den Nützlingen, da sie Nektar trinken und dabei Pflanzen bestäuben, sich aber auch von Pflanzenresten, z.B. Falllaub ernähren und zum Stoffkreislauf beitragen.

Der zu den Langhornmotten zählende Gelbe Langfühler lebt an Waldrändern, Lichtungen und Hochstaudenfluren. Die Fühler der Männchen sind dreimal so lang wie ihr Körper; die Fühler des Weibchens erreichen etwa die doppelte Körperlänge. Der tagaktive Falter fliegt von April bis Juli. Die Raupen dieser Art leben auf dem Erdboden in einem aus Blattstücken und Gespinstfäden gefertigten Sack. Sie ernähren sich von abgestorbenen Blättern der Buche, Eiche oder anderen Laubgehölzen.


26. April: Nicht nur der Aronstab blüht gerade in meinem Garten, sondern auch mehrere Sträucher: Der Wollige Schneeball wird von 17 Insekten-, 15 Vogel- und 6 Säugetierarten besucht. Die Beeren verfärben sich von rot zu glänzend schwarz und sind ungenießbar. Die elastischen bruchfesten Zweige wurden früher zu Pfeilen verarbeitet. Bereits die Gletschermumie „Ötzi“ trug 14 Stück bei sich.

Die Blüten der Gewöhnlichen Traubenkirsche verströmen einen intensiven Duft, der an Bittermandel erinnert. Bienen, Hummeln und andere Insekten fliegen auf den Nektar, die Blätter werden von einigen Schmetterlingsraupen gefressen. Die schwarzen Früchte locken wiederum viele Vogelarten (24) und Säuger (16) an.

Die Gewöhnliche oder Rote Heckenkirsche blüht nicht besonders auffällig, aber üppig und bietet Nahrung für 22 Schmetterlingsarten (u. a. Kleiner Eisvogel, Hummelschwärmer) und 11 Blattwespenarten. Die roten Beeren sind für Menschen schwach giftig, werden aber von Vögeln gerne gefressen.

Die Angaben über die Anzahl der Tierarten habe ich dem Buch von Rudi Beiser entnommen: Geheimnisse der Hecken – Heilkraft, Mythen und Kulturgeschichte unserer Sträucher. Verlag Eugen Ulmer (2019)


25. April: Da ich am Waldrand wohne übersiedeln viele Pflanzenarten von dort auch in meinen Garten, z. B. der Aronstab. Die Pflanze ist sehr trickreich in Sachen Bestäubung: An kühlen Aprilabenden produziert der Blütenkolben Wärme. Das führt dazu, dass sich der Blütenduft – es ist eher ein widerlicher Geruch – gut verbreitet. Die Schmetterlingsmücken werden davon magisch angezogen und rutschen, sobald sie auf dem öligen weißen Hüllblatt landen, in den verdickten Teil des Kolbens, den Kessel. Dort befinden sich die Blüten der Pflanze und ihr Nektar. Da der Rückweg für die Mücke durch Härchen versperrt ist, bleibt das Tier über Nacht gefangen. Dabei trägt es den mitgebrachten Pollen auf die weiblichen Narbenbüschel – die Pflanze ist bestäubt. Erst später in der Nacht produzieren die männlichen Blüten im Kessel Blütenstaub, der von der Mücke aufgenommen wird. Am nächsten Morgen kühlt der Kolben ab, die Härchen, die zuvor den Weg in die Freiheit versperrt haben, welken und auch die Öltröpfchen auf dem Hüllblatt sind verschwunden. Die Mücke kann entkommen und landet am Abend vermutlich wieder in so einer Kesselfalle. Ein perfekt ausgeklügeltes System für eine Fremdbestäubung.


24. April: Mein gestriger Ausflug ins Grüne hat mich nach Spenge geführt, ins Hücker Moor. Der Hücker-Moor-See ist durch Abtorfung entstanden. Wenn man aus der Ferne auf den See blickt, erkennt man, dass das Gewässer in einer Geländesenke liegt, die eiszeitlichen Ursprungs ist. Nach und nach hat sich ein nährstoffreiches Niedermoor entwickelt, das, im Gegensatz zum Hochmoor, von Grundwasser gespeist wird. Der See und die umliegenden Feuchtwiesen, Röhrichte und Hochstaudenflächen sind u.a. für viele Vogelarten als Brut- und Nahrungsraum von Bedeutung. Allerdings wird insbesondere der See auch von anderen Nutzergruppen beansprucht, z. B. vom Angelverein und Süßwassermatrosen, die hier eine Runde mit dem Ruderboot drehen können (in Nicht-Corona-Zeiten). Ein schwieriger Spagat, der hoffentlich für alle Seiten zufriedenstellend möglich ist.

Nicht weit vom See entfernt findet man am Rande eines kleinen Wäldchens einen Gedenkstein für Franziska Spiegel. Sie wurde am 04.11.1944 am Hückerholz von SS-Leuten ermordet.


23. April: Wenn man vom Mittellandkanal Richtung Ellerburg (in der Ortschaft Fiestel) geht, kommt man durch das Naturschutzgebiet Ellerburger Wiesen. Die meist feuchten Wiesen sind eingerahmt von Hecken, Baumreihen und Auwäldchen. Das Nebeneinander von Grünland und Gehölzen macht das Gebiet für Flora und Fauna wertvoll und für Spaziergänger sehr abwechslungsreich. Hier habe ich gestern einem brütenden Storch, Nil- und Graugänse gesehen und den Kuckuck schreien hören.

Auffällig sind die vielen grünen kugeligen Misteln in den Bäumen. Misteln zählen zu den Halbparasiten. Sie zapfen mit ihren Wurzeln die Leitungsbahnen der Wirtsbäume an und entziehen ihnen Wasser und darin gelöste Nährstoffe. Mit ihren grünen Blättern sind sie allerdings auch in der Lage, selbt Fotosynthese zu betreiben. Ein Mistelbusch schadet den Wirt kaum. Mehrere können den Baum allerdings im Wachstum beeinträchtigen und führen, aufgrund ihres Gewichts, oft zu Astbruch.

Entlang der Großen Aue wachsen Erlen oder Ellern, die der Ellerburg ihren Namen gegeben haben. Von der ehemaligen Wasserburg sind nur noch die Grundmauern erhalten. Allerdings soll das Gelände wieder aufgewertet und zugänglich gemacht werden. Viele sehr alte Bäume, Reste eines Parks, sind als Baumlehrpfad mit Schildern versehen.


22. April: Fast auf den Tag genau vor einem Jahr war ich im Rhododendron-Park Bremen. Hier wird die zweitgrößte Rhododendron-Sammlungen der Welt gepflegt. Zufällig habe ich eine Sorte mit meinem Vornamen entdeckt. Eine Züchtung von T.J. Rudolf Seidel aus dem Jahr 1884. Ich habe den Namen recherchiert und herausgefunden, dass die sächsische Familie Seidel seit über 250 Jahren im Gartenbau tätig ist und sich auf die Kultur von Rhododendron spezialisiert hat. Eine beeindruckende Geschichte, die mit Johann Heinrich Seidel begann, der u. a. königlicher Hofgärtner und freundschaftlich mit Goethe verbunden war.

Rhododendron, die gerade auch in meinem Garten anfangen zu blühen, sind aus ökologischer Sicht nicht die erste Wahl. Zwar ziehen die Blüten nektarsuchende Insekten an, ansonsten bieten die Pflanzen aber keinerlei Nahrung. Auch fühlen sich diese Moorbeetpflanzen im kalkreichen Gartenboden nicht besonders wohl. Da ich aus Gründen des Arten- und Klimaschutzes auf jegliche Nutzung von Torf verzichte, müssen die Pflanzen so klarkommen. Langfristig möchte ich sie durch heimische Gehölze ersetzen. Solange sie aber da sind, erfreue ich mich an der üppigen Blütenfülle.


21. April: Wie schön es ist, direkt am Wiehengebirge zu wohnen: Es gibt so viele Wege, dass man immer einen findet, den man noch nicht kennt. 🙂 Außerdem wird die Wegekennzeichnung immer besser, so dass man sich auch ohne Karte gut orientieren kann. Gestern bin ich von Glösinghausen quer durch den Berg zur Südseite des Wiehengebirges nach Bieren spaziert. Vom Waldrandweg hat man einen schönen Blick auf die Landschaft. Am Rilke-Gedenkstein und der Neuen Mühle vorbei bin ich auf einem Rundweg nach zwei Stunden wieder in Glösinghausen angekommen.


20. April: Während einige Rotbuchen noch im Knopsenstadium sind, blühen andere Bäume schon. Insgesamt wird es nun täglich immer etwas grüner. Buchenwälder sind im Vergleich mit Wäldern anderer Baumarten relativ arm an Kräutern. Im Frühling jedoch, also in der Zeit bis zur vollen Blattentfaltung der Buchen, blühen am Waldboden Buschwindröschen, Veilchen, Primeln, Lungenkraut, Lerchensporn, Bärlauch und andere Arten. Sie nutzen das Licht für ihren Vegetationszyklus und verschwinden nach wenigen Wochen sobald das Kronenlaub den Boden fast vollständig beschattet.

Den Römern waren die düsteren und kühlen Buchenwälder der Germanen ein Graus. Sie waren lichtdurchflutete Eichenwälder gewöhnt. Viktor von Scheffel konnte den „Heiligen Hallen“ mehr abgewinnen:

 „Sehet die Halle, wie stolz sie sich hebt,
Stolz zu der Bläue des Himmels aufstrebt;
Riesige Buchen mit Tannen gepaart,
Stehen als Säulen der edelsten Art,
Und als ein Kuppeldach luftig und weit,
Wölbt sich der Wipfel laubgrünendes Kleid.
Ehre und Preis sei dem Bauherrn der Welt,
Der sich als Tempel den Wald hat bestellt.“

Der Hallencharakter geht von den langen, glatten und astfreien Stämmen der Buchen mit hoch ansetzenden Baumkronen aus. Mit ein bisschen Fantasie erinnern sie an die Säulen einer mittelalterlichen Kathedrale, insbesondere dann, wenn Sonnenstrahlen durch das Blätterdach dringen und für eine erhabene Stimmung sorgen.


19. April: Mein Spaziergang am Südrand des Wiehengebirges hat mich gestern durch Laub- und Nadelwald geführt und mir schöne Ausblicke in die Landschaft geboten. Die vielen Sinneseindrücke regen das Gehirn an, ohne es anzustrengen – es kann sich optimal erholen. Die ätherischen Öle der Bäume, die wir mit der Waldluft aufnehmen, beeinflussen unsere Stimmungslage positiv und haben noch andere gesundheitsfördernde Wirkungen. Gerade jetzt gibt es nichts besseres als ein Waldspaziergang, um Körper, Geist und Seele im Gleichgewicht zu halten!


18. April: Heute morgen habe ich zum letzten Mal Bärlauch gepflückt. Wenn die Pflanzen blühen, sollte man nicht mehr ernten. Das liegt in erster Linie daran, dass das Aroma der Blätter verloren geht und die Blätter auch etwas „zäher“ werden. Selbstverständlich kann man weiterhin einzelne Blätter und auch Blüten pflücken. Allerdings sollte man sich dabei etwas zurückhalten, da die Pflanze ihre gesamte Kraft nun in die Samenentwicklung steckt. Und wenn wir auch im nächsten Frühjahr wieder reichlich ernten möchten, sollten wir den Beständen nun Ruhe gönnen.

Beim Pflücken des Bärlauchs ist mir ein Gierschblatt ins Blickfeld gerutscht mit Wassertröpfchen an den Blatträndern. Wir kennen dieses Phänomen auch von anderen Pflanzen, z. B. dem Frauenmantel. Bei hoher Luftfeuchtigkeit findet keine Verdunstung mehr statt, und die Pflanzen geben aktiv Wasser in Tropfenform ab, um den Transport von Nährstoffen zu gewährleisten (Guttation). Dies soll außerdem ein Zeichen für nahenden Regen sein.

Regen wäre schön, denn es ist schon wieder viel zu trocken, und die Waldbrandgefahr steigt. Meteorologen sind noch vorsichtig mit einer Prognose für den Sommer. Naturbeobachter kennen vielleicht diese alte Erfahrungsregel:

Grünt die Eiche vor der Esche, bringt der Sommer große Wäsche;

Grünt die Esche vor der Eiche, bringt der Sommer große Bleiche!

Vorgestern habe ich zwei Bäume nebeneinander stehen sehen und ein Foto gemacht: Die Eiche ist der Esche voraus. Die Esche blüht zwar, von Grün ist aber noch rein gar nichts zu sehen. Dies würde einen Sommer mit viel Regen (große Wäsche), statt großer Bleiche bedeuten (anhaltender Sonnenschein, der früher zum Bleichen der Wäsche genutzt wurde). Warten wir es ab!


17. April: Die Kitas und Schulen bleiben bis Mai zu. Meine geplanten Veranstaltungen nach den Osterferien fallen also aus. Nun gut, falls irgendjemand mal Lust auf sägen, hämmern, bohren, feilen, schnitzen und Schiffchen bauen hat, dann bringe ich Werkzeug für Kinderhände und Material (Holz, Nägel usw.) mit. Gleiches gilt für meine Filz-Werkstatt: Kinder im Vorschulalter bekommen einen Filzball mit eingebautem Glöckchen sehr gut alleine hin, die Älteren können Filzperlen zum Auffädeln, kleine Bilder, Zopf- oder Armbänder oder Blumen herstellen.

In der Natur ist zum Glück mehr los als in meinem Berufsleben. Wo man nur hinschaut blüht es: Der Waldmeister kann jetzt geerntet werden, z. B. für eine Waldmeisterbowle. Allerdings sollte man nur kleine Mengen nutzen, da die Pflanze schwach giftig ist und ein Zuviel des Krautes zu heftigem Kopfweh führt. Hier ein Rezept für 3 l Bowle:

1 Bund Waldmeister (nicht blühend!), 2 Flaschen fruchtig-milder Weißwein, 1 Flasche Sekt, Zucker nach Geschmack, 2 Handvoll kleine Blüten (z. B. Gänseblümchen, Gundermann, Salbei, Taubnessel)

Den Waldmeister waschen und zur Geschmacksintensivierung anwelken lassen, dann in den Wein geben und kühl stellen. Den Waldmeister nach 1 – 2 Stunden aus dem Wein entfernen, und den Wein mit kaltem Sekt aufgießen. Nach Belieben nachsüßen und die frischen Blüten hineingeben.


16. April: Gestern war ich mal wieder im Wald in Pr. Oldendorf unterwegs. Wie überall im Wiehengebirge gibt es auch hier viele Quellbäche, in denen sich unter anderem Feuersalamander entwickeln. Auf dem feuchten, humosen Boden im Umfeld von Quellen und Bächen findet man Pflanzen wie das Milzkraut, die Einbeere, die Knoblauchsrauke oder die Hain-Sternmieren.

Auch die Farne erwachen langsam wieder zum Leben: Die jungen, spiralig aufgerollten Wurmfarnblätter werden wegen ihrer Form auch Bischofsstäbe genannt.

„Baumkrebs“, wie an dieser Buche, wird von Pilzen ausgelöst. Der Pilz greift das Wachstumsgewebe des Baumes an, der daraufhin versucht, diese Stelle mit Wundmaterial zu überwuchern. Der Pilz zerstört die Überwallung, aber auch der Baum probiert es von neuem. So entstehen mit der Zeit dicke Überwallungswülste.


15. April: Heute ist der sogenannte „Kuckuckstag“. Um diese Zeit herum kehrt der Langstreckenzieher aus dem tropischen oder fernen Südafrika zurück. Nach überliefertem (Aber-)Glauben hat man noch so viele Jahre zu leben, wie viele Male der Kuckuck schreit. Und wenn wir den ersten Schrei im Frühling vernehmen, dann sollten wir mit dem Geld in der Tasche klimpern, damit es uns in diesem Jahr nicht ausgeht 🙂

Ich bin gestern im Großen Torfmoor und in den Bastauwiesen unterwegs gewesen, um den Kuckuck schreien zu hören. Es ist übrigens nur das Männchen, das „kuckuck“ ruft, das Weibchen hört sich eher wie ein Grünspecht an.

Einen Kuckuck habe ich zwar nicht gehört, dafür Feldlerchen und Kiebitze, Grau- und Kanadagänse und Schwalben ohne Ende. Zu sehen gab es auch einiges: Leider sind die Fotos nicht so gut, weil ich im Naturschutzgebiet auf den Wegen bleibe und die meisten Tiere sowieso flüchten, wenn man ihnen zu nahe kommt. Ein Highlight waren die jungen Füchse, die sich schnell zurückzogen, als zwei Reiter nahten.


14. April: Ab und zu sieht man nun Vögel mit Nistmaterial im Schnabel. Mir fallen vor allem die Meisen auf. Ich hänge kleine Portionen reiner Schurwolle in die Zweige, die von den Meisen gerne mitgenommen werden. Meisen zählen zu den Höhlenbrütern. Wenn sie keine natürlichen Nistplätze finden, wie beispielsweise alte Bäume mit ausgefaulten Astlöchern, dann beziehen sie gerne Nistkästen. Sowohl Kohl- als auch Blaumeisen nehmen Moos als Grundbaustoff für ihre Nester. Mit Haaren und Federn polstern sie die Nistmulde dann aus.

Das Rotkehlchen ist ein Bodenbrüter. Es versteckt sein Nest in dichtem Bewuchs, zwischen Baumwurzeln oder in bodennahen Höhlungen. Dazu verwendet es alte Blätter, Gras und Moos. Ich wüsste gar zu gerne, wo das Rotkehlchenpaar in meinem Garten nistet. Da ich das Brutgeschäft aber nicht stören möchte, mache ich einen großen Bogen um alle Bereiche, die in Frage kommen könnten.

Höhere Stockwerke bevorzugen die Ringeltauben: Sie bauen ein schütteres Nest, das aus locker und unordentlich übereinander gelegten Zweigen besteht. Das Nest in der Blutbuche ist vom letzten Jahr. Anscheinend war der Platz nicht schlecht, denn die Tauben sind wieder da.


13. April: Frohe Ostern! Es gibt ein schönes Gedicht von Eduard Mörike, das gut zu diesen Feiertagen passt:

 Die Gelehrten und die Pfaffen
stritten sich mit viel Geschrei:
Was hat Gott zuerst geschaffen,
wohl die Henne – wohl das Ei?
Wäre das so schwer zu lösen?
Erstlich ward das Ei erdacht,
doch weil noch kein Huhn gewesen,
darum hat`s der Has gebracht.

Gestern habe ich mich noch auf die Lauer gelegt, um ein Foto von einem Aurorafalter zu schießen. Aurorafalter zählen zu den Frühlingsboten, da sie bereits im April erscheinen. Sie gehören zur Familie der Weißlinge. Nur die Männchen haben orangefarbene Bereiche auf der äußeren Hälfte der Vorderflügel. Sie erinnen ein bisschen an die Farbe des Sonnenaufgangs. Daher rührt auch der Name, denn Aurora ist die Göttin der Morgenröte. Die Unterseite der Flügel trägt ein grün gesprenkeltes Muster. Nektarpflanze für die Falter und auch Futterpflanze für die Raupen sind Kreuzblütler wie Raps, Wiesenschaumkraut, Knoblauchsrauke oder auch das Silberblatt. Letzteres bietet auch anderen Schmetterlingen und Bienen Nahrung. Die zweijährige Pflanze sät sich selber aus und wandert munter im Garten umher.


12. April: Ich wünsche ein schönes Osterfest! – Im download-Bereich gibt es ein “tierisches” Ostergedicht.

Frohe Ostern!

Der Beginn der Apfelblüte gilt für Biologen und Klimaforscher als definitives Zeichen für den Einzug des (Voll-)Frühlings in der Natur. Laut Deutschem Wetterdienst lag dieses Ereignis zwischen 1991 und 2010 am 28. April (Durchschnittswert für ganz Deutschland).


11. April: Die Schwarzglänzende Holzameise baut wie Wespen Kartonnester aus zerkautem Holz. Nistplätze werden oft in Hohlräumen an der Stammbasis von (morschen) Bäumen angelegt. Die Art ernährt sich fast ausschließlich vom Honigtau der Blattläuse, der auf dichten und auffälligen Ameisenstraßen zum Nest transportiert wird.

Der Rote Fingerhut ist eine giftige, aber sehr schöne Pflanze, die erst im zweiten Jahr blüht. Die Flecken in der Blüte imitieren Staubbeutel, die insbesondere Hummeln anlocken. Die zahlreichen Samen werden im Herbst vom Wind weitertransportiert. Auf Waldschlägen können sich so große Bestände entwickeln.

Spechte sammeln vor allem im Winter auch Fichtenzapfen. Diese stecken sie dann in eine „Spechtschmiede“. Das bedeutet, dass sie eine tiefe Kerbe in das Holz schlagen und dann die Zapfen hineinklemmen, um besser an die Samen heranzukommen.


10. April: Zahlreiche Sagen erzählen von der magischen Kraft der Schlüsselblume: Mit ihr soll man angeblich Türen zu verborgenen Schätzen öffnen können. Da sowohl die Wald- als auch die Wiesen-Schlüsselblume unter Naturschutz stehen und nicht gepflückt werden dürfen, können wir das heute leider nicht ausprobieren. Einer anderen Legende nach ließ Petrus seine Himmelsschlüssel aus Versehen auf die Erde fallen. An dieser Stelle wuchsen Schlüsselblumen. Bei den Deutschen in Siebenbürgen hieß es, dass unverheiratete Frauen, die in der Karwoche eine Schlüsselblume finden, noch im selben Jahr zum Traualtar schreiten.


09. April: Am Gründonnerstag hat man früher traditionell ein Gründonnerstagsgemüse aus 9 (magische Zahl) regional häufig vorkommenden Frühlingskräutern gegessen. Die Kultspeise sollte die Menschen ein Jahr lang vor Krankheiten aller Art schützen. Tatsächlich strotzen die Kräuter jetzt vor Vitaminen und anderen wertvollen Inhaltstoffen. Wer direkt aus der Natur erntet, sollte sicher sein, was er/sie erntet!


08. April: Gestern Nachmittag habe ich einen Ausflug nach Glösinghausen gemacht. Der Rundweg 4 ist in einer guten Stunde zu schaffen und mein absoluter Favorit für eine kommende Waldbaden-Veranstaltung: Veilchen-Blau und Lärchen-Grün säumen den Weg und auch sonst bekommt man einiges zu sehen.


07. April: Mein Black Turtle-Paket ist angekommen! – Black Turtle ist ein Projekt von Ackerdemia e.V. bei dem es um den Erhalt der Gemüsevielfalt und insbesondere der alten Sorten geht. In der ersten Lieferung sind auch vier Saatkartoffeln enthalten, u.a. die rotschalige „Rosara“ und der „Blaue Schwede“, eine dunkelblaue Kartoffel, die wunderbar „kartoffelig“ schmeckt. Gespannt bin ich auf den Palmkohl und das asiatische Gewürzkraut Shiso.

Als „Gemüseanbau-Anfänger“ wird man sehr ausführlich und regelmäßig per mail mit Pflanz-, Ernte- und Pflegehinweisen unterstützt. Toll finde ich auch, dass Balkon-Gärtner mitmachen können. Man braucht also keinen Garten, nur ein paar Kästen und Eimer und dann kann es losgehen!


06. April: Heute morgen um 6.30 Uhr habe ich noch kurz den Mond gesehen, bevor er dann im Westen untergegangen ist. Das Foto ist nicht so schön geworden, aber man kann erkennen, dass der Mond fast voll ist. In zwei Tagen ist Vollmond 🙂

Und dann kommt hier mein Lieblings-Weizenvollkorn-Brötchen-Rezept: Einfach, schnell und lecker, vorausgesetzt man hat Hefe. Mir geht sie nun aus…

Zutaten: 500 g Weizenvollkornmehl, 30 g Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe), etwas Salz, gemahlener Kümmel oder Coriander (nach Geschmack), 350 ml Wasser

Mehl, Hefe und Salz mischen und mit 350 ml Wasser verrühren und dann ordentlich verkneten. Je länger man durchhält, desto lockerer werden die Brötchen. Anschließend den Teig 20 Minuten gehen lassen. Nach der Teigruhe den Teig nochmals kräftig durchkneten, eine Rolle formen und davon ca. 16 – 20 etwa gleich große Teigstücke abschneiden. Aus den Stücken runde Brötchen formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden. Wer mag, kann die Brötchen mit Wasser bestreichen und die Oberfläche mit Sesam, Kümmel oder anderen Samen bestreuen. Die Brötchen müssen nun noch mal 20 Minuten gehen. Dann werden sie bei 200 Grad etwa 15 – 20 Minuten gebacken. Ich stelle auch immer eine Schüssel mit Wasser in den Ofen, damit die Brötchen nicht zu sehr austrocknen.


05. April: Die Sonne lockt nicht nur Blüten, sondern auch viele Insekten hervor: Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist unser häufigster Marienkäfer. Er hat sieben schwarze Punkte auf den Flügeldecken, drei auf jeder Seite und einen auf der Flügeldeckennaht. Die Ecken des Halsschilds sind hell. Der Käfer und seine Larven sind eifrige Blattlausvertilger.

Der Woll- oder Hummelschweber gehört zu den Fliegen, zu erkennen an dem einzelnen Flügelpaar. Mit seinem rüsselartigen Mundwerkzeug saugt er im Schwebflug den Nektar aus Blüten.


04. April: Wer sich mit Vogelstimmen auskennt kann nun anhand des Reviergesangs feststellen, welche Arten im eigenen Garten mit dem Brutgeschäft beginnen. Bei mir ist u.a. das perlende Flöten des Rotkehlchens und auch der schmetternde Gesang des Zaunkönigs zu hören. Beide Arten sind auch gut an der Silhouette, also an Körperproportionen, Gefiederstellung und Haltung zu erkennen.


03. April: Gestern war ich beim Grau, heute wende ich mich wieder den “richtigen” Farben zu. Am liebsten mag ich das Grün: Grün ist die Farbe der Natur, des wiederkehrenden Lebens, der Hoffnung und der Harmonie. Die “Grünkraft” lässt sich nun nicht mehr aufhalten…


02. April: „Mmmh, grauer Himmel heute!“ – Das dachte ich morgens beim Blick aus dem Fenster: Eine dicke Wolkenschicht verdeckte das Blau. – „Mmmh, grauer Himmel heute“, das denkt auch Grausteingrau in der Geschichte, die ich im Rahmen meiner „Steinreich“- Veranstaltung erzähle.

Grausteingrau ist ein kleiner schweigsamer Stein, der ein großes Abenteuer erlebt. Steine können sich nämlich verwandeln und sind gar nicht so langweilig, wie man vielleicht denken mag. Auch sind sie von Natur aus keineswegs immer grau. Wer möchte kann mit ein bisschen bunter Farbe Steine verzieren und als Deko-Element im Garten oder auf der Fensterbank platzieren.


01. April: Der Name April leitet sich vom lateinischen „aperire“ = öffnen ab. Knospen und Blüten öffnen sich, die Natur erwacht. Früher wurde der April auch Ostermonat genannt, abgeleitet von Ostara, der germanischen Göttin des aufsteigenden Sonnenlichts oder auch Göttin der Morgenröte. Manchmal nannte man den Monat auch Launing, da sich das Wetter ständig wandelt. Bekannt ist der Spruch: „April, April, der weiß nicht, was er will, mal schaut der Himmel finster drein, dann lacht der liebe Sonnenschein. April, April, der weiß nicht. was er will.“

Kein Aprilscherz: Die erste Keimwurzel der vorgestern gesäten Tomaten ist zu sehen! Der Same war wohl nicht vollständig mit Erde bedeckt.

Voraussetzungen für den Beginn der Keimung sind Wasser, Wärme, Sauerstoff (und manchmal auch Licht). Der Same nimmt das Wasser auf; danach beginnt der Embryo seine Reserven aufzuzehren. Die Wurzel durchbricht die Samenschale und wächst nach unten. In ein paar Tagen sind dann die Keimblätter zu sehen.


31. März: Bald ist Ostern! Für alle, die es nicht abwarten können, gibt es im download-Bereich eine Rallye mit Fragen rund um Ostern und unsere Osterbräuche. Dem Einen oder der Anderen dürfte sie bekannt vorkommen, da ich sie ursprünglich für das NABU Besucherzentrum Moorhus entwickelt habe. Viel Spaß beim Rätseln!


30. März: Heute morgen noch Schneegestöber, nun regnet es. Da es draußen etwas ungemütlich ist, komme ich jetzt dazu, meine Lieblingstomaten auszusäen. Wenn alles gut läuft, dann kommen die Pflanzen Mitte Mai nach draußen.


29. März: Heute beginnt die Sommerzeit, und draußen schneit es. Wenn man sich die Wolken wegdenken würde, dann wäre der Himmel blau 🙂

Die Farbe Blau wird mit vielen positiven Eigenschaften assoziiert, wie z. B. Frieden, Freundschaft, Heiterkeit und Gelassenheit. Als Farbe des Himmels steht Blau auch für Ewigkeit und Wahrheit. Blau wirkt kühlend, beruhigend und entspannend, strahlt Vertrauen, Sicherheit und Ruhe aus.


28. März: Ich habe heute im Garten gewerkelt und Giersch gejätet, Indianernesseln, Johannis- und Stachelbeeren gepflanzt und mich an den Narzissen erfreut.

Narzissen und Prärielilie (rechts unten) – beide Zwiebelgewächse werden von Wühlmäusen verschmäht!
 Frühlingsglaube (Ludwig Uhland, 1787 – 1862)

Die linden Lüfte sind erwacht,
sie säuseln und wehen Tag und Nacht,
sie schaffen an allen Enden.

O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
man weiß nicht, was noch werden mag,
das Blühen will nicht enden.

Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

27. März:

Mögen deine Taschen schwer sein, dein Herz aber sei leicht, und möge das Glück dich verfolgen an jedem Morgen und in der Nacht.

(irischer Segenswunsch)


26. März: Auf dem Weg zum Wartturm bin ich heute an einem Waldtümpel vorbeigekommen. Außerdem habe ich den ersten Waldmeister entdeckt, dem Vogelgesang gelauscht und mein Immunsystem auf Trab gehalten 🙂

Prof. Yoshifumi Miyazaki und Professor Dr. Quing Li haben mit ihren Forschungsgruppen in vielen Studien nachgewiesen, dass mehrstündige Waldausflüge (Waldbaden) Stresshormone reduzieren, sowie Herz, Kreislauf und Immunsystem nachhaltig stärken.


25. März: Ein echter “Schatz” – das Kochbuch von Elizabeth Schuler aus dem Jahr 1948 (26. Auflage)!

Im Vorwort heißt es u.a.: “Jede Kunst, auch die des Kochens, will nicht nur gelernt sein, sie erfordert eigene schöpferische Phantasie und Einfühlungsvermögen. Der Weg vom Kochrezept zur fertigen, geschmackvollen Speise geht über mancherlei Engpässe und Gefahrenzonen. Erst recht in einer Zeit, in der der einstige Überfluß der Welt peinlich rationiert ist.”

Haferflocken für Makronen sind meines Wissens zur Zeit nicht rationiert, trotzdem habe ich sie erst im zweiten Anlauf bekommen.

Zum Ende ihres Vorworts schreibt Frau Schuler: “Man hat in frühen Menschheitstagen Feuer und Herd als heilig betrachtet. Bei allem Fortschritt des Geistes sollen wir auch heute noch Ehrfurcht vor jeder fertigen Spiese haben!”

In diesem Sinne: Guten Appetit!


24. März: Die Wildkräuter wachsen munter und stören sich nicht an irgendwelchen Krisen. Die Große Brennnessel ist ein seit Urzeiten bekanntes Heilkraut. Man kann einen Tee aus den jungen Trieben herstellen mit harntreibender und entzündungshemmender Wirkung. Auch der Weißen Taubnessel werden viele gute Eigenschaften nachgesagt. Man verwendet sie u.a. bei Herpes und allerlei Entzündungen.


23. März: Der Frühling lässt sich nicht aufhalten: Die wärmenden Sonnenstrahlen wecken das Innenleben der Knospen. Manche Arten sind noch etwas zögerlich, wie Buche und Walnuss. Bei anderen, der Gewöhnlichen Traubenkirsche, kann man schon Blütenansätze erkennen. Einige Gehölze schützen ihre ersten Blätter vor kühlen Temperaturen mit einem Überzug aus flaumigen Haaren. Jeden Tag kann man eine Weiterentwicklung, einen Energieschub in der Natur beobachten.


22. März: Selten sind mir beim Spazierengehen im “Hauswald” so viele Leute begegnet. Das ist momentan und vor allem bei dem Wetter wohl das Beste, was man tun kann. Mir sind auch wieder ein paar Pflanzen aufgefallen 🙂


21. März: Bärlauch gibt es jetzt in Hülle und Fülle. Ich habe eigenen im Garten, man kann ihn aber auch frisch aus der Natur ernten. Geringen Mengen für den Eigenbedarf sind erlaubt, aber bitte nicht im Naturschutzgebiet pflücken.

Hier kommt ein tolles Rezept für eine Bärlauchquiche:

Zutaten für den Teig: 250 g Mehl, 1 – 2 EL Wasser, 1 Ei, 125 g Butter

Zutaten für die Füllung: 4 Eier, 250 g Sahne, 100 g geriebener Gouda, 50 g Bärlauch, Salz, Pfeffer

Mit den Zutaten einen Teig anrühren. In einer Kuchenform auslegen. Für die Füllung den Bärlauch waschen und kleinschneiden. Mit Sahne, Eiern und dem Käse vermischen und in die Kuchenform geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Bei 170ºC im Backofen goldgelb backen. Guten Appetit!


20. März: Die Corona-Pandemie erschüttert uns in unseren Grundfesten. Panik hilft uns aber nicht weiter, im Gegenteil: Sorgen und Ängste mehren sich. Der heutige Frühlingsanfang ist eine gute Gelegenheit, um negative Gedanken zu stoppen und Energie zu tanken, auch wenn dies nur kurzzeitig gelingt.

Frühlings Ankunft (Hoffmann von Fallersleben, ca. 1827)
Grüner Schimmer spielet wieder
drüben über Wies` und Feld.
Frohe Hoffnung senkt sich nieder
auf die stumme trübe Welt.

Ja, nach langen Winterleiden
kehrt der Frühling uns zurück,
will die Welt in Freude kleiden,
will uns bringen neues Glück.

Seht, ein Schmetterling als Bote
zieht einher in Frühlingstracht,
meldet uns, dass alles Tote
nun zum Leben auferwacht.

Nur die Veilchen schüchtern wagen
aufzuschau`n zum Sonnenschein;
ist es doch, als ob sie fragen:
„Sollt` es denn schon Frühling sein?“

Seht, wie sich die Lerchen schwingen
in das blaue Himmelszelt!
Wie sie schwirren, wie sie singen
über uns herab ins Feld!

Alles Leid entflieht auf Erden
vor des Frühlings Freud` und Lust –
nun, so soll's auch Frühling werden,
Frühling auch in unsrer Brust!

19. März: In meiner Kreativ-Werkstatt sind heute Dosen-Klang-Klongs und Windspiele aus Toilettenpapier-Rollen (kein Hamsterkauf!) und Krepp-Papier entstanden.


18. März: Heute habe ich mir ein “Bad” im Wald gegönnt. Leider kann ich nur Bilder und keine anderen Sinneseindrücke übermitteln.


17. März: Den zweiten Tag meines “Zwangsurlaubs” habe ich im Garten verbracht. Gleich morgens habe ich den ersten Zilpzalp in diesem Jahr gehört. Und es gab noch mehr zu sehen und zu schnuppern 🙂


16. März: Kitas und Schulen bleiben geschlossen. Für mich bedeutet das viel Zeit, u.a. für einen Ausflug ins Oppenweher Moor.